Institut für  

Personalgespräche

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Rede_Januar_2005


 

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Begrüßung der Teilnehmer der 
IFRPG-Personalgespräche
auf der Auftaktveranstaltung in Köln am 13. Januar 2005 
durch Peter Fey, Geschäftsführender Direktor IFRPG

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich zur ersten Veranstaltung der richtungsgebenden Personalgespräche. Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind.

Die Zeit des heutigen Abends ist kostbar und Ihre ist es auch, so möchte ich nur wenig davon beanspruchen, um Ihnen Ziel und Ablauf der Personalgespräche näher zu bringen.

Hatten Sie schon Gelegenheit, sich kennen zu lernen? Sie werden im Verlauf des Abends und des Jahres noch mehr Chancen dazu haben. Denn das ist eine der Grundideen und eines der wichtigsten Ziele der Personalgespräche: Möglichkeiten zu schaffen in diesem Kreis zusammen zu kommen, Raum für informelle Kontakte zu bieten und Netzwerke zu fördern.

Ein Forum zur Unterstützung Ihrer Arbeit

Das Hauptziel der Personalgespräche besteht darin, Sie in Ihrer Arbeit zu unterstützen. Ein Forum wollen wir sein, in dem aktuelle Fragen des Personalmanagements offen und auf hohem Niveau unter Fachleuten und geladenen Gästen diskutiert werden. Auf welches Interesse die Themen der Personalgespräche treffen, macht bereits Ihre Teilnahme deutlich. Und man kann dies auch daraus ersehen, dass bereits jetzt eine Reihe von Anmeldungen für die Veranstaltung im April vorliegt.

Ziel der Gespräche ist es, Ihr Human Capital, Ihr Personalvermögen, zu mehren und Ihnen in der gebotenen Kürze der Zeit, die Möglichkeit zu geben, sich über neue Entwicklungen im Bereich Personal zu informieren und eine Grundlage zu bilden, die für Ihr Unternehmen am besten passenden Entscheidungen zu treffen.

In diesem Sinne leisten Sie als Teilnehmer der IFRPG-Personalgespräche Frontarbeit, gehören Sie zur Speerspitze einer engagierten und kenntnisreichen Gruppe von Führungskräften, die ihre Themen eines zeitgemäßen Personalmanagements in einem bald vertrauten Kreis erörtern kann.

Für dieses Engagement Ihrerseits danke ich Ihnen auch im Namen von Herrn Böhme sehr!

Ablauf der Personalgespräche

a) Vorträge

Nun zum Ablauf der Personalgespräche. Das Jahresprogramm ist Ihnen heute noch einmal ausgehändigt worden. Sie sehen, dass die Termine stets an einem Donnerstag liegen und in etwa alle drei Monate stattfinden. Bei jeder Veranstaltung werden kurze und pointierte Vorträge gehalten werden. Je einer von wissenschaftlicher Seite und einer aus dem Blickwinkel der Praxis. Die Vorträge sollten, da den Rednern ja nur eine sehr kurze Zeit zugestanden ist, nicht unterbrochen werden. Gewiss sind Verständnisfragen erlaubt. Kritische Überlegungen bitte ich Sie zu notieren und im Laufe der anschließenden Diskussion vorzutragen.

b) Arbeitsgruppe

Auf jeder Veranstaltung gibt es eine kurze Arbeitsgruppenphase. Diese dauert ca. 10 Minuten. Ein Thema wird durch die Teilnehmer, durch Sie also, im Rahmen von Arbeitsgruppen, die aus fünf Personen bestehen, behandelt. Ich sehe, dass einige Vertreter desselben Unternehmens anwesend sind. Um viele neue Begegnungen – und damit möglicherweise Einsichten – zu erhalten, möchte ich Sie bitten, in eine jeweils eigene Arbeitsgruppe zu gehen.

Die Arbeitsgruppen fixieren ihr Ergebnis. Dabei kann es sehr belebend sein, wenn das Ergebnis darin besteht, dass man unterschiedliche Ansichten hat.

c) Diskussion

Danach wird die Diskussion im Plenum geführt werden. Ich werde diese Diskussion ein wenig moderieren. Ich hoffe, Sie sind auf einen lebendigen Meinungsaustausch ebenso gespannt wie ich!

Download der Vorträge

Sie brauchen sich die Inhalte der heutigen Vorträge nicht zu notieren. Alle Vorträge werden auf den Internetseiten des IFRPG veröffentlicht. Diese stehen dort zum Download bereit. In der Regel sind die Download-Vorträge sogar um einiges umfangreicher als die hier gezeigten Folien. Ebenso wird dort das Protokoll abzurufen sein.

Die Dateien stehen nach dieser Veranstaltung ab Montag ca. 14 Tage im Netz. Danach wird ein Passwort auf die entsprechenden Bereiche gelegt, dass Ihnen bei der Teilnahme der Veranstaltungen jeweils oder im Rahmen der Mitgliedschaft generell mitgeteilt wird.

Weitere Termine 2005: Events

Sie sind alle herzlich eingeladen zu den Events, die die IFRPG im Jahr 2005  veranstalten wird. Eine Beschreibung der Aktivitäten liegt Ihnen vor. Auch hier gilt: Ziel ist es, Kommunikation herzustellen, durch gemeinsame Unternehmungen, sich besser kennen zu lernen und dadurch einfacher unterstützen zu können.

Vortragende bei den heutigen RPG

Nun zum Thema Human Capital Management. Karsten Böhme wird uns mit einem – ich möchte sagen aufmunternden Vortrag das Gebiet des Human Capital Managements umreißen.

Drei Mitglieder des Lehrstuhls von Prof. Fallgatter an der Bergischen Universität Wuppertal, es sind die Damen Anna Makles, Daniela Putsch und Lea Stötzel, werden über ein aus dem Unternehmenscontrolling stammendes Werkzeug, die Balanced Scorecard (BSC), und ihren Einsatz in Bezug auf HCM sprechen. Die BSC stellt unter anderen Tools eine Möglichkeit dar, Human Capital Management konkret werden zu lassen.

Über den Beginn eines solchen konkreten Human Capital Managements wird in seinem Praxisvortrag Herr Klaus Meiser von der Gerling Zentrale Verwaltungs GmbH Auskunft geben.

Ihnen allen für Ihre gute Arbeit und aktive Unterstützung herzlichen Dank!

Eine wahre Geschichte zu „Human Capital Management“

Lassen Sie mich zum Abschluss der kurzen Einführung Ihnen eine Geschichte erzählen, die, wie es so schön heißt, auf wahren Tatsachen beruht. Als ich 1991 in die Treuarbeit Unternehmensberatung GmbH, Mitglied der Deutschen Revision, eintrat, erzählte mir mein damaliger Chef die folgende kuriose Geschichte:

In einer Firma, die Stoffe für Anzüge etc. fertigt, arbeitete ein Mitarbeiter, der in einem kleinen privaten roten Buch alle Daten aufschrieb, die etwa zum Umrüsten und Neueinstellen der Maschinen benötigt wurden. Eines Tages zerstritt sich dieser Mann mit der Geschäftsleitung, oder, um andere Szenarien zu setzen, verliebte sich in eine Dame aus dem fernen Morgenland oder gewann im Lotto, auf jeden Fall, der Mitarbeiter und das rote Buch waren von einem Tag auf den anderen weg! Aus dem Zugriff des Unternehmens verschwunden! Der Mann und vor allem sein aufgezeichnetes Wissen standen dem Unternehmen nicht mehr zur Verfügung. Das Umrüsten und Neueinstellen der Maschinen wurde vom Tagesgeschäft zum Gegenstand einer innerbetrieblichen Forschungsarbeit!

In diesem Beispiel sind schon viele Elemente vom Management des Human Capital enthalten. Unter anderem auch der Begriff spezifisches Humankapital. Die Vortragenden von der Uni Wuppertal werden mir vielleicht Recht geben, wenn ich sage, in der Literatur wird dies in der Regel als ein Personalvermögen beschrieben, dass der Mitarbeiter außerhalb des betreffenden Unternehmens nicht verkaufen kann. Das ist eine (!) Sicht des spezifischen Humankapitals.

Aus Sicht der Firma ist die Betrachtungsweise aber eine ganz andere: Dieses spezifische Humankapital kann das Unternehmen NICHT für alles Geld außerhalb des Unternehmens in einem angemessenen Zeitrahmen einkaufen. Geht das Wissen in dem Unternehmen vollkommen (und unwiederbringlich) verloren, steht das Unternehmen selbst verloren da, ja, hat es verloren! Es muss muss entweder das dringend benötigte Wissen in rascher Zeit neu aufbauen oder es kann nicht weiter produzieren.

Nun weiß ich, dass die Tuchfirma überlebt hat. Es führen also Wege aus einer Krise. Diese Wege zu finden und mit Erfolg zu beschreiten, wollen die Personalgespräche erleichtern. Eine Aufgabe, die um so wirkungsvoller gelöst werden kann, je klarer das Bild der Wirklichkeit gefasst und lösungsorientiert betrachtet werden kann. Damit möchte ich meinen Partner Karsten Böhme in den Ring rufen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und viel Vergnügen bei den IFRPG-Personalgesprächen!

 

 

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Stand: 18. August 2006